Rote Wand (1.872m) – Oberösterreich


📌 Touren-Info: Rote Wand im Toten Gebirge

Startpunkt: Parkplatz Gleinkersee
Ziel: Rote Wand (1.875 m)
Strecke: ca. 11,5 km
Höhenmeter: ca. 1.100 hm
Gehzeit gesamt: ca. 6–7 Stunden (inkl. Pausen)
Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll

Highlights:

  • Steiler Aufstieg zur Dümlerhütte
  • Aussicht auf den Toten Mann & Bergpanorama
  • Gipfelbesteigung mit leichter Kletterpassage
  • Einkehr in der Dümlerhütte (auch vegane Gerichte!)
  • Abkühlung im Gleinkersee möglich

Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil, Sonnenschutz, genug Wasser, eventuell Wanderstöcke für den Abstieg
Beste Zeit: Spätfrühling bis Herbst bei trockener Witterung
Tipp: Badesachen einpacken! Die Erfrischung im Gleinkersee ist das Sahnehäubchen der Tour.

Vor zwei Wochen führte uns eine beeindruckende Tour ins Tote Gebirge und sie hatte wirklich alles, was das Wanderherz höherschlagen lässt: steile Anstiege, traumhafte Ausblicke, eine einladende Hütte und die Möglichkeit auf eine herrliche Abkühlung zum Abschluss.

Unser Ausgangspunkt war der malerische Gleinkersee, den wir nach etwa 1,5 Stunden Fahrt von Graz aus erreichten. Wir – eine fröhliche Gruppe von zehn motivierten Wanderfreunden – waren voller Vorfreude auf die vor uns liegende Strecke.

Gleich zu Beginn brachte uns der Aufstieg zur Dümlerhütte ordentlich ins Schwitzen. Der Weg war steil, aber der kühle Schatten des Waldes machte die sommerliche Hitze erträglich. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir die Hütte zum ersten Mal – ein kurzer Halt, ein Schluck Wasser, ein Lächeln – dann ging es schon weiter.

An einer Weggabelung trennten wir uns: Einige nahmen den gemütlicheren Weg durch den Wald, während der andere Teil der Gruppe sich für den anspruchsvolleren Pfad entschied – mit ausgesetzten Passagen und schmalen Felsvorsprüngen, aber auch grandiosen Aussichten. Von der Dümlerhütte ausgehend erkennt man erst nicht, dass es zwei verschiedene Wege nach oben gibt, aber unsere GPS Route zeigte uns die Möglichkeiten. Der einfachere Weg ist beschildert, für den schwereren folgt man einfach dem Pfad geradeaus. Nach etwa 45 Minuten kamen wir auf einer Lichtung an, die bereits oberhalb der Baumgrenze liegt und von wo wir erstmals den Blick auf das Gipfelkreuz der Roten Wand erhaschen konnten. Ringsum präsentierten sich uns die Berggipfel des Toten Mannes und eine atemberaubende alpine Kulisse.

Der letzte Abschnitt forderte uns noch einmal richtig: Der Weg wurde felsiger, das Gelände alpiner. Einige Stellen erforderten sogar leichte Kletterei, Konzentration und Trittsicherheit. Doch die Mühe wurde mehr als belohnt: Am Gipfel der Roten Wand angekommen, breitete sich vor uns eine grandiose Weitsicht über das gesamte Gebirge aus. Nach kurzer Zeit stießen auch wieder die anderen zu uns und wir verweilten dort eine gute Weile, genossen die Stille, den herrlichen Weitblick – und natürlich entstanden auch zahlreiche Fotos mit dieser spektakulären Kulisse und dem Gipfelkreuz.

Für den Abstieg wählten wir gemeinsam den leichteren Rückweg über die alternative Route zurück zur Dümlerhütte, wo wir uns mit kühlen Getränken und köstlichen Speisen stärkten. Die kulinarische Auswahl war überraschend vielfältig – sogar die Veganer unter uns kamen voll auf ihre Kosten. An dieser Stelle möchte ich die verschiedenen Limos empfehlen, die an warmen Tagen hervorragend erfrischen und super schmecken.

Der letzte Abschnitt führte uns erneut bergab, zurück zum Gleinkersee. Der Pfad war teils holprig und forderte nochmal Konzentration – eine Mischung aus Waldweg und kleinen Felsen, die wir vorsichtig hinabstiegen. Doch als sich schließlich der See im Sonnenlicht spiegelte, wussten wir: Die Mühe hatte sich mehr als gelohnt.

Zum Abschluss gönnten wir uns – wohlverdient – einen Eiskaffee direkt am Seeufer im dortigen Seerestaurant und manche von uns sprangen sogar noch ins Wasser, andere kühlten nur die müden Füße im See. Was für ein Tag!

Diese Wanderung war ein echtes Highlight – Eine perfekte Kombination aus Bergabenteuer und Sommergenuss. Schaut da unbedingt mal vorbei. Selbst wenn man nur einen Tag baden gehen möchte, empfiehlt sich der Gleinkersee mit dem Blick auf die umliegende Berglandschaft und den gratis Parkmöglichkeiten vor Ort.

Viel Spaß!
Eure Tamara

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