Rote Wand (1.505m) über Hocheben – Mixnitz
Ein Klassiker in der Grazer Bergwelt ist sie wohl – die rote Wand, ganz in der Nähe des Hochlantsch und des Röthelsteins. Und wie so einige Touren startet diese in Mixnitz, entweder vom Bahnhof oder beim Einstieg zur Bärenschützklamm.
Wir starten diesmal unter der Woche und können die Ruhe in dieser Umgebung so richtig auskosten, denn sehr viele sind an diesem Tag nicht unterwegs.
Tourenübersicht:
Distanz: etwa 17km ab BHF Mixnitz/Bärenschützklamm
Höhe: etwa 1.100hm An-&Abstieg
Dauer: ca. 7 Stunden mit Pausen
Einkehr: Tyrnauer Alm
Für diese Wanderung kann auch toll mit den Öffis angereist werden
Wir treffen uns am Dienstag Morgen beim Bahnhof in Mixnitz. Ein paar von uns reisen gemeinsam von Graz mit dem Auto an, andere kommen mit dem Zug von weiter her.
Es verspricht ein absolut schöner Tag zu werden, denn das Wetter ist perfekt und die Gruppe versteht sich auf Anhieb perfekt. Wir sind heute zu viert unterwegs und starten pünktlich um etwa 9 Uhr beim Heubergstüberl, wo auch ein paar kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen.
Wie bei der Tour zur Drachenhöhle steigt man hier am selben Ort in die Tour ein und führt uns gleich mal ein steiles Stück durch Wald nach oben. Allerdings gehen wir diesmal nicht nach links, sondern folgen dem Weg geradeaus und steilerwerdend der Beschilderung zur Roten Wand.
Am Vortag hat es hier geregnet, deshalb ist der Waldboden noch feucht und besonders die Vegetation hat sehr davon profitiert, denn hier ist alles sehr grün und hochgewachsen und immer noch nass.
Wir legen hier gleich einiges an Höhenmetern zurück, denn der Anstieg ist hier stetig, bis wir einen Schotterweg kreuzen, der durch einen Weidezaun abgegrenzt ist. Dann geht es weiter durch einen schmalen Weg nach oben, bis wir in Serpentinen kurz auf eine Lichtung treten, wo wir schon den ersten tollen Ausblick auf die Umgebung unten haben.
Wir legen einen kurzen Halt ein und genießen den Rundblick.
Ich bin heute auch sehr glücklich über unsere kleine aber sehr lustige Runde und entspann mich in der guten Gesellschaft.
Ein wenig weiter geht es noch hinauf bis es nun zwischen Wiese auch etwas felsiger wird und der Ausblick immer weiter wird.
Wir können nun, wenn wir uns trauen an den Rand gehen und direkt an der großen Felswand nach unten sehen. Dafür solle man jedoch sehr schwindelfrei und standhaft sein.
Noch ein letzes mal geht es durch den Wald, ständig den Wegweisern folgend, bis wir auf die Lichtung treten und schon das Gipfelkreuz erblicken.
Ich war sehr überrascht, da wir ja sehr wenigen anderen Wanderern begegnet sind, wie viele sich hier oben aufhalten. Um das Gipfelkreuz herum sitzen einige Menschen bei ihrer Jause oder um zu verschnaufen nach einem Aufstieg.
Man kann hier übrigens auch über einen Klettersteig nach oben kommen, der Ausstieg ist direkt unter dem Gipfelkreuz, oder man kommt von der Richtung in die wir weitergehen – der Tyrnauer Alm.
Jedenfalls haben auch wir uns eine Verschnaufpause verdient, denn wir waren ordentlich flott unterwegs heute. Wir legen erst eine Fotosession ein, bevor wir uns unseren mitgebrachten Snacks witmen.
Auch hier unterhalten wir uns herrlich entspannt und trotz dem sich die Gruppe noch nie untereinander gesehen hat, haben wir viel Spaß und einen sehr lockeren Umgang miteinander.
Schließlich brechen wir wieder auf, und laufen nun in die andere Richtung weiter, die uns sogleich wieder ein kleines Stück durch Wald, diesmal hinab, führt – bis wir auf einer großen Wiese stehen und auf einen Hügel hinauf blicken. Michi schlägt vor noch das kleine Stück nach oben weiter zu wandern um auf der anderen Seite des Hügels zur Tyrnauer Alm zu kommen und dort einzukehren.
Wir sind erst etwas skeptisch denn wir sehen oben eine große Horde an Kühen, die sicher auch Junge darunter haben, stimmen schließlich aber doch zu.
Wir umgehen diese in einem weiten Bogen und steigen einen schmalen Trampelpfad über eine steile Wiese hinab, sehen dabei schon die Hütte zu der wir wollen.
Unten angekommen freuen wir uns auf eine ausgiebigere Pause und ich auf eine Jause, da ich nur ein paar Nüsse und einen Riegel dabei hatte.
Die Tyrnauer Alm war erstaunlich gut besucht, wieder wunderte ich mich, dass wir kaum andere Wandersleut unterwegs gesehen haben.
Wir setzen uns auf ein paar Bänke am Rande des Geschehens und die Männer stellen uns einen Sonnenschirm auf, damit wir nicht in der prallen Sonne sitzen müssen.
Jeder besorgt sich noch etwas zum Durstlöschen oder eine Mehlspeise und so rasten wir.
Irgendwann beginnen wir eine Unterhaltung mit unseren Tischnachbarn, die sich ebenfalls als lustige Partie herausstellt, bis wir uns auf den Rückweg begeben.
Unsere letzte Strecke führt uns unter der Felswand einen schmalen Weg durch Vegetation weiter nach unten. Hier ist stellenweise alles verwachsen und somit etwas schwerer erkennbar.
Irgendwann kreuzen wir wieder die Schotterstraße auf der wir schon hochgekommen waren und folgen dem selben Weg wieder zurück nach unten zum Ausgangspunkt.
Besonders hervorzuheben bei dieser Wanderung sind die verschiedenen Landschaften über und durch die man spaziert und auch die herrlichen Weitblicke sind besonders zu genießen.
Die Tyrnauer Alm bietet für eine Einkehr ein paar verschiedene belegte Brote an, sowie Würstchen, wenn man etwas warmes essen möchte, ist also auf sehr einfache Küche beschränkt.
Wer lieber etwas außergewöhnlicheres Speisen möchte, könnte dann zB. nach Frohnleiten fahren um dort in einem von mehreren bekannten Wirtshäusern speisen.
Eure Tamara









