Edelweissboden – Hochturm (2.089m) – Leobner Mauer
Eine weitere Tour, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Ich betrachte soeben all die Wanderungen und Gipfel die ich heuer schon besteigen durfte und bin erfüllt von guten Erinnerungen, die ich unbedingt teilen will.
Der Edelweissboden und besonders der Aufstieg auf den Hochturm, hatte ganz besonderes Flair – zum Einen, weil ich noch nie zuvor blühende Edelweiss sah, zum anderen weil es einfach ein geniales Erlebnis war hier hoch zu steigen und es war mir fast unglaubwürdig, dass so eine Traum Kulisse in der näheren Umgebung liegt. Also seid gespannt 🙂
Tourdetails:
Distanz: etwa 20km
Aufstieg: ca. 1050hm
Start/Ziel: Hiaslegg/Rundweg
Bundesland: Steiermark
Dauer: etwa 7 Stunden
Wir starten wieder in einer Fahrgemeinschaft von Graz los und fahren Richtung St. Katharein, weiter nach Hieslegg und finden uns plötzlich auf einer sehr holprigen Schotterstraße wieder, die es fast unglaubhaft erscheinen lässt, dass wir hier richtig sind. Und müssen wir genau da lang. Einige Kilometer folgen wir dem Weg, bis wir auch schon den Parkplatz und den Wirten sehen.
Wir zahlen €5 in Kleingeld am Parkautomat, der Betrag muss im Voraus bezahlt werden und gilt für den ganzen Tag.
Vor Ort treffen wir auch noch den Vierten unserer Gruppe, der heute aus Steyr angereist kam.
Wir starten gleich mal ein ziemlich steiles Weglein bergauf und finden uns nach kurzem Waldweg auf einem Art Feldweg wieder. Diesen gehen wir entlang bergauf, bis wir zum Einstieg eines Jägersteigs kommen, den wir betreten.
Eine kurze Weile steigen wir über Wurzeln im Wald weiter hoch und kommen schon bald auf eine steile Wiese durch die sich unser Schotterweg nun weiter schlängelt.
Ein paar größere Steinblöcke übersteigen wir und landen tatsächlich schon auf dem Edelweissboden, wo sie auch schon prächtig blühen.
Wir finden natürlich Hinweisschilder die uns darauf aufmerksam machen, dass sie nicht gepflückt werden dürfen und betrachten neben dem tollen Anblick auch den schon sehr beeindruckenden Ausblick von hier oben. Rundherum sehen wir schon Berglandschaft und bestaunen die Umgebung. Da hier heute kräftiger Wind bläst, machen wir uns aber schnell auf den Weiterweg um über ein paar Hügel zu steigen.
Hier ist die Landschaft sehr weitläufig und wir haben eine herrlichen Blick auf den Eisenerzer Reichenstein. Wir beraten uns kurz, welche Bergspitzen wir von hier noch sehen.
Eine ganze Weile gehen wir an einem weiten Feld Wiese entlang und wundern uns über das viele Grün in dieser Höhe, bis es schließlich felsiger wird. Immer größer werden die Steine auf unserem Weg, bis wir schließlich vor einer Felswand stehen, die es nun zu bekraxeln gilt.
Schmal ist der Weg den wir hier gehen und führt immer noch steil bergauf. Unter unseren Füßen rutscht auch der ein oder andere Stein nach unten. Nach ein paar weiteren Schritten kommen wir etwas vom Abgrund weg und vor uns taucht eine Herde Steinböcke auf, die es sich auf dem Fels gemütlich machen. Nun können wir auch schon unser Ziel erkennen, es ist nicht mehr weit.
Ein paar letzte Kletterschritte noch aufwärts und wir kommen direkt auf der Hochebene an, auf der das Gipfelkreuz steht.
Nun haben wir uns unser Frühstück verdient und nehmen gemütlich auf der Wiese Platz.
Schnell wird mir etwas kalt, obwohl die Sonne nun herauskommt. Damit hab ich aber gerechnet, Tageshöchstwerte lagen heute bei 14 Grad.
Als wir hier so sitzen überkommt uns die Idee noch einen Abstecher über die Leobner Mauer zu machen, die uns nur noch etwa weitere 100hm kostet.
Wir machen uns also wieder auf und gehen ein Stück bergab und kommen nach einer längeren Ebene in ein Latschenfeld, wo wir alle mal schnell die Büsche besuchen.
Dann stehen wir auch schon direkt davor und gehen den Schotterweg entlang der hoch führt.
Dieser kleine Umweg ist es aber wirklich wert, er dauert nicht lang und alleine schon der Weg hier rauf ist sensationell. Die Ausblicke herrlich, und wie wir hier oben ankommen können wir an spitzen Felsen entlang nach unten sehen. Unglaublicher Fotopoint.
Auch in den nächsten Ort können wir blicken und entdecken einen See.
Etwa 20m weiter steht auch hier das Gipfelkreuz.
Der selbe herrliche Weg führt uns auch auf der anderen Seite wieder hinab, bis wir an einer kleinen Holzhütte vorbei komme, wo wir unseren ursprünglich gedachten Weg verlassen und stattdessen am Fluss entlang den Rückweg antreten. Dieser war zwar nicht mehr so spektakulär, aber zumindest befestigt, da wir doch ein wenig vom Regen abbekamen.
Ein wenig in die Länge gezogen folgen wir dieser Straße bis wir schließlich wieder beim Gasthaus Hiaslegg landen, wo wir natürlich noch einkehrten und uns eine Erfrischung gönnten. In gemütlicher Runde lassen wir unseren Tag noch mal Revue passieren und sind sehr glücklich über diese Erinnerung.
Im Gasthaus kann man nur Bar bezahlen, das wäre eventuell gut zu wissen, sollte man eher zu den „Bargeldlosen“ gehören. Allerdings macht man, wenn man viel wandert, die Erfahrung, dass es ohnehin besser ist immer mit etwas Barem unterwegs zu sein.
Eure Tamara











