Die große Raabbachklamm
Und wieder eine sehr schöne Tour, die ich jedem in der Steiermark empfehlen kann.
Zu Herbstbeginn find ich es immer total schön sich in die Klammen zu begeben und da gibt es in der Steiermark ja eine tolle Auswahl. Diesmal führt es uns in die Weizer Umgebung zur großen Raabbachklamm. Hier gäbe es auch die Kleine Raabklamm zu begehen, das war uns allerdings doch etwas zu kurz.
Facts:
Schwierigkeit: leicht und für die ganze Familie
Distanz: ca. 14km
Höhe: ca. 400hm aufwärts
Einkehr: Gasthäuser auf dem Weg und im Ort
Dauer: ca. 4 Stunden
Diesmal führt es uns in Richtung Weiz, einem Bezirk in der Steiermark und nicht sehr weit von Graz entfernt.
Ich weiß auch gar nicht so recht, warum ich diese Tour nicht schon eher entdeckt habe – aber wahrscheinlich war ich heuer zu sehr auf die Berge fixiert.
Jedenfalls starten wir von Arzberg – einem kleinen Dorf mit einer Ruine bei einem alten und nicht mehr bewirtschafteten Gasthaus in der nähe der Volksschule los und sehen auch gleich die Wegweiser in Richtung der großen Raabklamm, die uns erst die nächsten Kilometer an einem Bach entlang führen.
Schon bald mündet die Schotterstraße in einem Waldweg und man erkennt sogleich den Beginn der Klamm. Auf den ersten Kilometern haben wir kaum Anstieg, eher geht es über Wurzeln, Brücken und einigen Felsen leicht bergab und immer in der Nähe des Wassers entlang.
Wir sind heute wieder eine lustige Gruppe von 9 Personen und genießen die Tour.
Da es am Vortag geregnet hat, gehen wir natürlich heute noch teilweise über ein paar schlammige Stellen, der großteil blieb im Wald allerdings trocken.
Es dürfte auch im Sommer sehr schön hier sein, denn man könnte sich entlang des Weges immer wieder abkühlen und ins seichte Gewässer hinein gehen.
Besonders schön finde ich, entlang des Weges gibt es einige Holzbrücken zu überqueren was so typisch ist für die Klammen in Österreich. Auch über eine Hängebrücke müssen wir, um an die andere Seite des Ufers zu gelangen und die ist bei 9 darüber laufenden Personen wirklich gut wackelig 😀
Nach einer Weile kommen wir dann zu einem Wasserkraftwerk, das etwa die Hälfte des Weges kennzeichnet und nach einem kurzen Anstieg befinden wir uns auf einer Weggabelung, wo einige Bänke zum rasten stehen. Hier legen wir erst mal eine Pause ein und stärken uns etwas.
Unser Egon war nun schon auf einigen Wanderungen dabei und brennt selbst Schnaps, den er dann immer bei den Wanderungen (meist auf den Gipfeln) verkosten lässt. So ist unser Schnapstank wohl heute hier die perfekte Gelegenheit.
Als wir uns nach einer Weile wieder auf den Weg machen, stellen wir fest, dass unsere Höhenmeter bei dieser Wanderung wohl alle zum Schluss dran kommen werden.
Wir spazieren noch mal den Schildern folgend, einem Weg weiter entlang, diesmal schon leicht ansteigend und kommen dann durch einen kleinen Ort. Weiter gehts nun entlang einer großen Wiese, die auch immer noch etwas nass von gestern ist. Hier gehen wir eine Weile entlang und kommen schließlich wieder in ein Waldstück. Hier merken wir dass wir nun kurz dem selben Pfad folgen, wie schon auf dem Hinweg, bis uns eine kleine Schleife nun endlich nach oben führt. Von hier an wirds steil: etwa 30 Minuten gehts hier nun 200-300hm aufwärts, immer über Wurzeln und Waldpfad bis wir auf eine Lichtung kommen und feststellen dass wir allesamt schön ins schwitzen kamen.
Der letzte Abschnitt folgt einer Straße entlang nun immer weiter nach unten. Nur der allerletzte Abstieg erfolgt wieder im Wald bis wir schließlich wieder in Arzberg ankommen.
Hier spazieren wir an einem Dorfwirt vorbei und der großteil der Gruppe entschließt sich noch einzukehren und sich wohlverdient zu stärken, bevor wir wieder zurück nach Graz kommen.
Eine herrliche Tour, die sich auch mal ausgeht wenn der Zeitplan nur einen halben Tag hergibt und wirklich schön zu gehen ist. Auf dieser Strecke gibt es auch einen kleinen Waldlehrpfad der für Kinder sehr empfehlenswert sein soll. Viel Spaß beim nachwandern 🙂
Eure Tamara










